SV Fortuna Ballenstedt


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Zeitz Hinspiel

Spielberichte > Herren I

„Medusa verliert ihren Schrecken“
SV Fortuna Ballenstedt – SV Motor Zeitz 3:2 ( 20, -24, -17, 16, 10 )


In der griechischen Mythologie war Medusa ein Wesen, vor dem jeder bei dessen Anblick zu Stein erstarrte.
Wenn man sich Fortunas spielerisches Potenzial anschaut, könnten hier auf jeden Gegner Parallelen gezogen werden.
Dass vor dem derzeitigen Tabellenführer nur noch die wenigsten Respekt haben, zeigt rückblickend sehr deutlich der heutige Spielverlauf.
Zeitz legte los wie die Feuerwehr, eine schnell erspielte knappe Gästeführung konnten die Harzer beim 18:18 egalisieren, um sich dann doch noch den 1. Satz mit 25:20 zu sichern.
Fortuna jetzt endlich im Spiel angekommen, legte gleich in der Anfangsphase des 2. Durchgangs eine Aufschlagserie hin und beim Stand von 13:4 schienen die Fronten eigentlich geklärt.
Die Zeitzer noch hochmotiviert ob ihrer guten Leistung aus dem 1. Satz, gaben sich aber noch lange nicht geschlagen. Trotz großem Kampf der Gäste, hatte Ballenstedt drei Satzbälle zur 2:0 Satzführung, die jedoch nicht genutzt wurden. Ab jetzt nahm das Spiel eine unerwartete Wendung, denn die Elsterstädter drehten den Satz zu ihren Gunsten und glichen zum 1:1 aus. Der Gastgeber, durch den Satzverlust scheinbar psychologisch schwer angeschlagen, verlor nun völlig den Spielfaden. Die Burgenländer spielten jetzt mit Ballenstedt „Katz und Maus“. Der Block war fast nicht mehr vorhanden und kaum eine Annahme fand den direkten Weg zum Zuspieler Robert Hecklau, was diesen fast zum Verzweifeln brachte. Hier zeigte sich sehr deutlich der Ausfall von Annahmespieler Daniel Jeschok, sodass Außenangreifer Thomas Wischmann, Punktegarant in brenzligen Situationen, nicht in Szene gesetzt werden konnte. Auch Auswechslungen, durch die sich das Trainergespann Ralph Kalisch und Steffen Böse ein Wende erhoffte, erzielten nicht den gewünschten Erfolg. Der SV Motor ging mit 2:1 in Führung und auf Seiten des SV Fortuna herrschte totale Ratlosigkeit.
Ballenstedt zog die letzte Option, veränderte nochmals die Aufstellung und brachte Thomas Pawelke zur Stabilisierung der Annahme. Doch erst beim Stand von 10:6 für Zeitz, besannen sich die Fortunen ihrer eigentlichen Klasse, allen voran Steffen Hendrysiak, der mit vier aufeinanderfolgenden erfolgreichen Blockaktionen, die so sehnlichst erhoffte Wende einleitete. Endlich drehte der Gastgeber richtig auf, die Annahme kam wieder zielgenau und der Block griff immer erfolgreicher zu. Mittelangreifer Torsten Kresser konnte schalten und walten wie er wollte und Kapitän Tilo Hinz ließ es mehrfach auf des Gegners Seite brachial einschlagen. Das Zeitzer Fanlager, welches bis dato mit ihrem „Trommelfeuer“ fast für Hörstürze einiger Zuschauer sorgte, verstummte zusehends. Die gut gefüllte Wolterstorff-Halle stand nun vollends Kopf, die Sitzplätze verwaisten zu Stehplätzen, die Harzer schafften den 2:2 Ausgleich und retteten sich in den mittlerweile geliebten Tiebreak.
Hier erwischte Ballenstedt einen „Traumstart“, wechselte beim 8:3 die Seiten und ließ sich nicht mehr die „Butter vom Brot“ nehmen. Ballenstedt gewann letztendlich gegen ein starke und aufopferungsvoll kämpfende Zeitzer Mannschaft knapp mit 3:2. Somit behalten die Fortunen ihre „Weiße Weste“.
Mahnende Worte hinsichtlich des schweren Auswärtsspiels am 06.11.11 gegen den USC Magdeburg gab es hinterher noch vom Libero der Gäste Michael Zimmermann. „Ich hoffe der Warnschuss kam für euch zur rechten Zeit“.
Mit solch einer schwankenden Leistung wird es ganz schwer gegen den Regionalligaabsteiger aus der Landeshauptstadt zu bestehen.

Es spielten: Tilo Hinz, Thomas Wischmann, Robert Hecklau, Torsten Kresser, Steffen Hendrysiak, Julius Geschke, Fabian Ritter, Thomas Pawelke, Sven Eichmeyer, Mike Fricke



alle Ergebnisse:

SG Rosian - USC Magdeburg I 0 : 3 (-18, -9, -15)
SV Fortuna Ballenstedt - SV Motor Zeitz 3 : 2 (20, -24, -17, 16, 10)
PSV Halle - USV Halle I 3 : 2 (-18, 22, 20, -24, 8)
VC Bitterfeld-Wolfen II - USV Halle II 3 : 1 (-17, 17, 12, 16)
Burger VC 99 - SV Rot-Weiß Weißenfels 3 : 1 (18, 21, -21, 22)


Tabelle:




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