SV Fortuna Ballenstedt


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Weißenfels Rückspiel

Spielberichte > Herren I

Der feine Unterschied


Der SV Fortuna Ballenstedt hat gegen den SV Rot-Weiß Weißenfels 3:1 (18, 18, -22, 8) gewonnen. Wenn man alle einzelnen Spieler beider Mannschaften vergleicht, dazu noch ihre Positionen betrachtet, dann war es Zuspieler Robert Hecklau, der den Unterschied ausmachte. Und genau diese Tatsache ließ den Gästetrainer Rolf Beyer und seinen Sohn Chris-Norman, der gleichzeitig auch der Kapitän der Gäste ist, schier verzweifeln.

Grundlage war eine stabile Annahme, wobei die zurück gewonnene Präsenz von Libero Fabian Ritter eine tragende Säule im gesamten Spiel war. Dadurch konnten die Mittelblocker Steffen Hendrysiak und Torsten Kreßer für die Außenangreifer Platz schaffen, so dass diese selten einem Zweierblock gegenüberstanden. Und Zuspieler Robert Hecklau verteilte die Bälle nach Belieben, so wie es ihm gerade in den Sinn kam. Da sich Hauptangreifer Thomas Wischmann im Urlaub befindet, bekam erneut Jugendspieler Julius Geschke seine Einsatzchance von Beginn an.

Der erste Durchgang plätscherte so vor sich hin, wodurch auch nicht so recht Stimmung in der eher spärlich besuchten Wolterstorff-Halle aufkommen wollte. Ballenstedt, stets mit vier, fünf Punkten in Führung liegend, spielte seinen Stiefel runter, und wenn die Rot-Weißen mal ins Spiel kamen, hinderten sie sich selbst an weiteren Erfolgen, indem sie zahlreiche Aufgaben verschlugen.

So richtig gefordert wurden die Fortunen zu keiner Zeit, wodurch Trainer Ralf Kalisch im zweiten Satz Thomas Pawelke brachte, der wiederholt eine sehr konstante Leistung zeigte.

Womit Weißenfels überhaupt nicht zu recht kam, waren die Serien von Sprungaufschlägen durch Daniel Jeschok, welcher dadurch immer für einen schnellen Vorsprung sorgen konnte. Nach knapp 30 gespielten Minuten führten die Harzer hochverdient mit 2:0, und die meisten Zuschauer stellten sich bereits auf den Heimweg ein.

Aufgrund der doch geringen Gegenwehr des Gegners kam nun der zweite Zuspieler Stefan Schinke, welcher schon gegen den PSV Halle sein Können unter Beweis stellen konnte, ins Spiel. Der Heimsechser - scheinbar etwas im Taumel des sicheren Sieges - verlor zusehends seine Dominanz, Flüchtigkeitsfehler schlichen sich mehr und mehr ein, die Annahme kam ungenau, wodurch es Stefan Schinke erschwert wurde, immer genaue Pässe zu stellen. Und ehe man sich versah, verkürzten die Saalestädter auf 1:2, wobei im Nachhinein dieser Satzverlust als Schönheitsfehler anzusehen ist, der eigentlich unnötig war.

Mit Wut im Bauch, wieder Federn gelassen zu haben, startete Fortuna fulminant in den letzten Satz der Partie. Mit gewohntem Zuspieler Robert Hecklau, nach einer drei Punkte Abtastphase, begab sich Tilo Hinz zum Aufschlag, die erst wieder beim sage und schreibe 18:3 für Ballenstedt verließ. Der Gast bekam kaum noch einen Ball unter Kontrolle, und wenn es unerwartet doch zum Angriff der Weißenfelser kam, pflückte den Rest entweder der endlich zugreifende Fortuna-Block runter oder die Feldabwehr kratzte auch noch für unmöglich gehaltene Bälle vom Boden.

Mit 25:8 deklassierte der Meisterschaftsanwärter im letzten Satz den SV Rot-Weiß Weißenfels, und auch wenn damit die Pflichtaufgabe erfüllt ist, bleibt noch ein leicht fader Beigeschmack, denn jeder Satz wird am Ende zählen. Zu ausgeglichen ist die Leistungsdichte der ersten vier.

Am 17. Dezember um 18 Uhr bestreiten die Ballenstedter ihr letztes Spiel im Jahr 2011 beim USV Halle II.

Ballenstedt: Tilo Hinz, Robert Hecklau, Daniel Jeschok, Steffen Hendrysiak, Torsten Kreßer, Thomas Pawelke, Julius Geschke, Fabian Ritter, Sven Eichmeyer, Mike Fricke



alle Ergebnisse:
SG Rosian USV Halle II 0 : 3 (-16, -21, -19)
PSV Halle VC Bitterfeld-Wolfen II 1 : 3 (23, -19, -13, -20)
USV Halle I Burger VC 99 1 : 3 (21, -21, -19, -22)
SV Motor Zeitz USC Magdeburg I 2 : 3 (-21, 20, -22, 23, -11)
SV Fortuna Ballenstedt SV Rot-Weiß Weißenfels 3 : 1 (18, 18, -22, 8)


die Tabelle:





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