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Spielberichte > Herren I
Fortuna begeistert im Landespokal mit sehenswertem Volleyball
SV Fortuna Ballenstedt-USC Magdeburg 3 : 1 (22, -21, 22, 23)
VC Bitterfeld Wolfen-CV Mitteldeutschland II 3 : 0 (21, 19, 20)
SV Fortuna Ballenstedt-VC Bitterfeld/Wolfen 1 : 3 (21, -22, -21, -14)
Nach der Vizelandesmeisterschaft stand für Fortuna Ballenstedt am Sonntag das letzte Saisonhighlight, das Landespokalviertel und -halbfinale auf dem Plan. Auch wenn Fortuna letztlich nicht in das Finale einzog, begeisterte die Mannschaft die Fans mit sehenswertem Volleyball.
Ballenstedt - USC Magdeburg 3:1
Gegen den Regionalligaabsteiger USC Magdeburg malten sich die Ballenstedter eine Chance aus, dem Favoriten ein Bein stellen zu können. Hochkonzentriert gingen die Fortunen in die Begegnung. Bis zum 2:1 (22,-21,22) für die Harzer glichen sich alle drei Sätze im Ablauf, denn wer sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte, behauptete diesen stets zum Satzgewinn. Und so sah es im vierten Satz eigentlich nach einem Tiebreak aus. Doch als der USC bereits mit 23:18 in Front lag, wuchs Fortuna über sich hinaus. Torsten Kreßer servierte sieben tückische Flatteraufgaben in Serie, welche eine saubere Annahme des USC im Keim erstickte. Den Rest besorgten Block und Angriff, und eh sich die Gäste versahen, war die erste Überraschung perfekt.
Bitterfeld - Mitteldeutschland II 3:0
Wer nun der Halbfinalgegner sein sollte, entschied sich im zweiten Viertelfinale zwischen Landesmeister VC Bitterfeld / Wolfen, und dem Regionalliga-Meister der Bundesligareserve von Chemie Mittel-deutschland. Alles sprach für den Regionalligisten, der auch vielversprechend in die Partie kam, doch die Bitterfelder steckten nicht auf und kämpften sich Punkt für Punkt heran. Wer nun dachte, die 1:0-Führung für den Landesoberligisten sei ein Betriebsunfall der Bad Dürrenberger gewesen, wurde eines Besseren belehrt. Aus einer nahezu perfekten Annahme heraus konnte der VC schalten und walten wie er wollte, und was der vermeintliche Favorit jetzt teilweise bot, grenzte an Arbeitsverweigerung. Gespickt durch zahlreiche Fehler in Abgriff und Annahme, war die deutliche 0:3-Niederlage (21, 19, 20) logischer Effekt dieser schwachen Spergauer Leistung. So kam es zum eigentlich nicht erwünschten Aufeinandertreffen des Landesmeisters gegen den Vize, um den Einzug ins Pokalfinale.
Ballenstedt - Bitterfeld / Wolfen 1:3
Schmerzlich wog der Ausfall von Tilo Hinz, der sich beim Jubeln über den Sieg gegen den USC, eine Zerrung zuzog. Doch was sich nun abspielte, war Volleyball vom Feinsten. Ballenstedt begann furios, führte schnell 12:6, und durchbrach immer wieder erfolgreich den starken Bitterfelder Block. Eine 1:0-Satzführung gab es in den letzten Begegnungen nie, leider folgte der Freude darüber, schnell die Ernüchterung. Denn im zweiten Durchgang verschliefen die Harzer völlig den Anfang mit 0:5. Der Rückstand konnte nicht mehr kompensiert werden, und eh man sich versah hieß es 1:1.
Der dritte Satz war an Dramatik kaum zu überbieten. Mit knallharten Aufschlagen durch Thomas Wischmann und Daniel Jeschok wogte das Spielgeschehen hin und her, die zahlreichen Fans peitschten ihre Jungs immer wieder an, die Halle brodelte und eine Sensation lag in greifbarer Nähe. Ein Quäntchen Glück und Cleverness verhinderten dies zum Leidwesen des Gastgebers, und etwas mehr wäre drin gewesen. Nach der 2:1-Führung für Bitterfeld war Ballenstedt der Zahn gezogen, dem aufopferungsvollem Kampf musste nun konditionell Tribut gezollt werden. Der Landesmeister spielte nun seine Routine aus. Fortuna hatte dem nichts mehr entgegen zu setzen und unterlag 1:3 (21, -22, -21, -14). "Die Sensation war machbar, der Clevere hat gewonnen, und die Fans waren mehr als begeistert", fasste Sven Eichmeyer zusammen. "Wir wünschen Bitterfeld / Wolfen, bei den Aufstiegsspielen zur Regionalliga viel Erfolg."
Ballenstedt: Thomas Wischmann, Tilo Hinz, Daniel Jeschok, Robert Hecklau, Torsten Kresser, Steffen Hendrysiak, Fabian Ritter, Markus Schlüter, Volker Damköhler, Uwe Kalisch, Mike Fricke, Sven Eichmeyer