Hauptmenü
Spielberichte > Herren I
Volleyball Oberliga
Ballenstedt vor großartiger Heimkulisse eine Nummer zu groß für Stendal
SV Fortuna Ballenstedt – Post SV Stendal 3:0 (22,17,25)
In der Volleyball-Oberliga entpuppte sich Fortuna Ballenstedt vor großartiger Heimkulisse als eine Nummer zu groß für Post Stendal: Die Harzer siegten 3:0 (22, 17, 25). Dabei hatte das Spiel mit einer Hiobsbotschaft begonnen. Kapitän Tilo Hinz verletzte sich beim Freitagstraining schwer am Knie und wird wohl die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Es blieb also abzuwarten, wie die Truppe diesen Ausfall kompensieren würde.
Stendal verfügt eigentlich über ein sehr gutes Potential im Angriffsspiel. Die Altmärker schlugen sich ein, als wenn es kein Morgen mehr geben würde. Das die Marschroute von Trainer Steffen Böse: "druckvolle Aufgaben servieren, um den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen" vollends aufging, lag besonders an Daniel Jeschok und dem zuletzt kritisierten Thomas Wischmann, die mit knallharten Sprungaufschlägen die Altmärker vor unlösbare Aufgaben stellten und damit allein für 20 Punkte sorgten. Aus einer sicheren Annahme heraus konnte der glänzend aufgelegte Zuspieler Robert Hecklau mit seinem "siamesischen Zwilling" Torsten Kreßer - beständigster und zugleich effektivster Spieler dieser Saison - etliche Kombinationen einleiten, die mit einer hundertprozentigen Erfolgsquote abgeschlossen wurden.
Auch ein Garant für den Erfolg der Außenangreifer war Volker Damköhler, der, stetig den Mittelblock auf sich ziehend, Raum für seine Außenspieler schaffte. Nicht zu vergessen war das fantastische Publikum, das seit langem wieder für eine Hexenkesselstimmung sorgte. Die Mannschaft sagt Danke, es hat riesig Spaß gemacht, vor solch großartigen Fans zu spielen. All diese Faktoren trugen maßgeblich dazu bei, dass über Spaß endlich wieder zu kontinuierlich erfolgreichem Spiel zurückgefunden wurde.
Spannung kam erst im 3. Satz auf, als die Fortunen eine 22:15-Führung aus der Hand gaben und der Gast zum 22:22 ausgleichen konnte. Doch mit dem Glück des Tüchtigen konnte auch diese Phase überwunden werden, und als der Spieler des Tages Thomas Wischmann mit seinem letzten Angriff alles klar machte, lagen sich Fans, Spieler, das Trainergespann Böse, Kalisch, Pietschmann und der verletzte Kapitän Tilo Hinz überglücklich in den Armen. Nun kommt es am Samstag, dem 22. Januar, um 17 Uhr in Ballenstedt zum Spiel der Spiele gegen den absoluten Ligaprimus, den VC Bitterfeld-Wolfen. Um hier wie im Hinspiel zu überzeugen, brauchen die Jungs eine prall gefüllte Halle; in der Außenseiterrolle haben die Harzer nur eine Chance zur Überraschung, wenn mit Spielwitz und Lockerheit aufgetreten wird.
Fortuna: Thomas Wischmann, Daniel Jeschok, Torsten Kreßer, Robert Hecklau, Volker Damköhler, Fabian Ritter, Sven Eichmeyer, Uwe Kalisch, Mike Fricke