SV Fortuna Ballenstedt


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Magdeburg Hinspiel

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Adrenalin-Junkies weiter on Tour


SV Fortuna Ballenstedt - USC Magdeburg 3 : 2 (26, -20, 15, -19, 7)


Anders lässt es sich nicht erklären, warum die ballenstedter Volleyballer erneut den Tiebreak benötigen, um ihr volles Leistungspotential abzurufen. Dass die Unisporthalle in Magdeburg noch nie soviele Zuschauer in der ganzen Saison aufweisen konnte, lässt sich schnell daran messen, dass kurz nach Spielende bereits das Bier ausverkauft war. Oder der USC hat mit einem schnellen Sieg geliebäugelt und damit den Gegner aus dem Harz vielleicht etwas unterschätzt.

Fortuna beginnt die Partie zuerst mit einer Fehlaufgabe und läuft den gesamten Satz einem Rückstand hinterher. Erst zum Ende hin drehen die Harzer das Spiel und haben zwei Satzbälle, die aber kläglich vergeben werden. Erst Daniel Jeschok vermag es mit einem verunglückten Angriff die 1:0 Führung zu sichern.

Wie wichtig dieser Erfolg sein sollte, stellte sich erst im Nachhinein heraus, denn im zweiten Durchgang ließ Ballenstedt fast alles an spielerischem Vermögen liegen, was man nur liegen lassen könnte. Die Annahme kam nicht mehr, der Block war nicht existent, wodurch Magdeburgs bester Angreifer Felix Glücklederer fast jeden seiner Angriffe durchbrachte. Kaum ein ballenstedter Angreifer vermochte es den Ball richtig „tot zu machen“, was vor allem am starken Libero Marko Schulz lag, der auch noch die wenigen Angriffe der Fortunen erfolgreich entschärfen konnte und so war der 1:1 Ausgleich die logische Folge.

Vielleicht mag es an der Seite gelegen haben, dass sich im 3.Satz ein umgekehrtes Bild zeigte. Die Landeshauptstädter jetzt ihrerseits mit massiven Annahmeproblemen, kamen nur noch selten dazu, vernünftige Angriffe vorzutragen. Wenn dann doch mal einer zustande kam, pflückte der jetzt stabiler stehende harzer Block, „Die letzten madigen Pflaumen vom Baum“.
Mit der 2:1 Satzführung im Rücken, ging es aber nun wieder auf die ungeliebte Seite.

Trainer Ralph Kalisch schwor seine Jungs nochmals ein: „ Der Vorteil liegt jetzt auf unserer Seite, macht den Sack jetzt zu“. Zum Leidwesen des Trainers, anderseits zur Freude der magdeburger Zuschauer, die bis dato durch die ca. 30 mitgereisten lautstarken Fortuna-Fans fast das Gefühl eines Auswärtsspiels vermittelt bekamen, fruchteten alle Worte und Anmerkungen nicht.
Konditionstrainer Ernst Pietschmann, fasste nach dem Spiel zusammen: „Die ersten 4 Sätze hätten wir uns eigentlich sparen können, denn wer auf der linken Seite des Schiedsrichterstuhls stand, konnte scheinbar auf dieser nicht gewinnen. Hätten wir gleich den Tiebreak gespielt, wären wir sogar noch im Hellen zu Hause gewesen“.

Kapitän Tilo Hinz gewinnt die Seitenwahl und nimmt zum Erstaunen seiner Mitspieler zuerst die ungeliebte Seite. Ballenstedt startet hervorragend in den Tiebreak, Thomas Pawelke verstärkt abermals die Annahme, Tilo Hinz bringt den USC mit gefährlichen Flatteraufgaben ins Wanken und mit einer 8:4 Führung wechselt der SV auf die „Gewinnerseite“.
Der USC hat dem jetzt nichts mehr entgegenzusetzen, Steffen Hendrysiak knallt über die Mitte einen Ball auf das Parkett und Thomas Wischmann erzielt auf seine unnachahmliche Weise die letzten benötigten Punkte.
Ballenstedt feiert seinen sechsten Sieg in Folge und bleibt damit ungeschlagener Tabellenfüherer der Landesoberliga. Scheinbar braucht der SV Fortuna Ballenstedt den Nervenkitzel des Tiebreaks, wie sonst kann es sein, dass man den 10. Tiebreak in Serie gewinnt.

Am 26.11.11, um 17:00 geht es weiter im nächsten Heimspiel. Gast ist diesmal der PSV Halle, gegen den man ja in der Vorsaison eine schmerzliche 3:1 Niederlage einstecken musste.

Es Spielten: Tilo Hinz, Thomas Wischmann, Robert Hecklau, Torsten Kresser, Steffen Hendrysiak, Daniel Jeschok, Thomas Pawelke, Fabian Ritter, Volker Damköhler, Sven Eichmeyer



Alle Ergebnisse:

SV Rot-Weiß Weißenfels SG Rosian 3 : 0 (28, 24, 21)
VC Bitterfeld-Wolfen II SV Motor Zeitz 3 : 2 (-19, 27, 18, -17, 11)
PSV Halle Burger VC 99 1 : 3 (-17, -19, 17, -17)
USC Magdeburg I SV Fortuna Ballenstedt 2 : 3 (-26, 20, -15, 19, -7)
USV Halle I USV Halle II 3 : 2 (21, -23, 27, -19, 15)



Die Tabelle:




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