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Spielberichte > Herren I
Fortuna entscheidet Nervenkrimi für sich
SV Fortuna Ballenstedt – Burger VC99 3:2 ( -24, 18, 22, -25, 13 )
Mit voller Kapelle und taktisch gut ausgerichtet, begann eine an diesem Abend so nicht erwartete Nervenschlacht, zwischen dem Tabellenersten dem Burger VC99 und dem Gastgeber SV Fortuna Ballenstedt.
Im ersten Satz dominierten die Angriffsreihen auf beiden Seiten, wobei Ballenstedt die etwas bessere Spielanlage zeigte. Jedoch sage und schreibe 10 unnötig verschlagene Aufgaben, hielten die Gäste immer wieder im Spiel.
Beim Stand von 24:21 schien die Sache für die Zuschauer und das Trainergespann Kalisch/Böse klar, doch was dann geschah ist kaum zu erklären. Die Nervosität immer noch nicht abgelegt, verschenkt Fortuna noch den Satz und liegt wie im Vorjahr wieder 0:1 zurück.
Bedingt durch die vielleicht nicht so erwartete Führung, wechselte Gästetrainerin Jessyka Postolla den Zuspieler zu Beginn des zweiten Durchganges, was zu anfänglichen Unstimmigkeiten auf Burger Seite führte, welches die Harzer sofort für sich nutzten. Die schnelle Führung wurde stetig ausgebaut, was der Mannschaft nun die nötige Sicherheit brachte, um gekonnte Kombinationen erfolgreich vorzutragen.
Dem 1:1 Ausgleich, folgte postwendend die 2:1 Führung, welche im Spielverlauf eine Duplizität zum zweiten Satz darstellte.
Der Knoten schien geplatzt und dem zweiten Saisonsieg schien jetzt nichts mehr im Wege zu stehen, doch Burg hatte noch lange nicht aufgegeben. Trainer Ralph Kalisch wechselte auf der Mittelblockposition, für den überragenden Steffen Hendrysiak, der bis dato eine 100%ige Erfolgsquote hatte, kam Neuzugang Thomas Pawelke ins Spiel.
Mit dem gewonnenen Vertrauen in die eigene Spielstärke, hegten die wenigsten der aus dem ganzen Harzkreis angereisten zahlreichen Zuschauer noch Zweifel daran, wer hier als Sieger vom Platz gehen sollte. Co-Trainer Steffen Böse mutmaßte nach dem Spiel: „Vielleicht war die mehr minütige Pause zu Ende des dritten Satzes, als Unstimmigkeiten bezüglich der Aufstellung des Burger VC bestanden, eine Ursache dafür“, warum Fortuna plötzlich in den Trott des ersten Satzes zurück verfiel. Denn begleitet von einer hohen Fehlerquote in Aufgabe und Annahme, wobei selbst „Dankebälle“ keinen genauen Weg zum Zuspieler fanden, sowie durch den aufopferungsvollen Kampf der VC`ler, rannten die Fortunen stets einem Rückstand hinterher, der erst zum Ende hin in eine Führung umgewandelt werden konnte. Wiederholt hat der Gastgeber beim Stand von 24:22 Satzball, doch wie zu Beginn, verschenkt die Mannschaft auch diese Möglichkeit um endgültig alles klar zu machen.
Die Entscheidung sollte also wie im Vorjahr erst im Tiebreak fallen, wobei der Vorteil hier statistisch gesehen bei Ballenstedt liegen sollte. Hat man doch in der abgelaufenen Saison, alle sieben gespielten Tiebreaks gewonnen.
Beim Stand von 8:7 für Burg wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Fortuna mit dem Rücken zur Wand besann sich wieder seiner Stärken, um das Spiel noch zu drehen. Thomas Wischmann bereitet mit starken Aufschlägen vor, Zuspieler Robert Hecklau und Kapitän Tilo Hinz vollenden mit einer Serie knallharter Angriffe, zum vielumjubelten knappen Sieg.
Ballenstedt zieht nochmal den Kopf aus der Schlinge, muss sich aber hinterfragen, wieso man trotz höherer individueller Klasse, wiederholt Sätze auf dem Weg zur anvisierten Meisterschaft liegen lässt, was sich am Ende rächen könnte.
Robert Hecklau fügte mahnend nach dem Spiel für alle an: „Man muss sich bewusst werden, dass wenn es gegen uns als gehandelten Meisterschaftsaspiranten geht, jeder Gegner an seine Leistungsgrenzen gehen wird“.
Am 01.10.11, um 17:00 steht bereits das nächste Heimspiel an, Gegner ist der USV Halle I, diesmal wird aber in der Uffe Ärde Arena zu Quedlinburg gespielt.
Es spielten: Tilo Hinz, Thomas Wischmann, Robert Hecklau, Torsten Kresser, Daniel Jeschok, Steffen Hendrysiak, Thomas Pawelke, Julius Geschke, Fabian Ritter, Sven Eichmeyer, Volker Damköhler, Mike Fricke